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Im Jahr 2025 hat die Selbsthilfegruppe regelmäßig jeden Dienstag im Kulturzentrum Lagerhalle Osnabrück ihre Gruppentreffen durchgeführt. Dabei wurde über vielfältige Themen und Probleme von Gruppenteilnehmer*innen gesprochen, z. B. über schwierige Wohnsituationen, Kontakt und Zusammenarbeit mit Angehörigen, Tagesstruktur, Arbeitssituationen, Genesungsbegleitung, Schlafstörungen, über Erfahrungen mit Psychopharmaka und mit Therapieformen und über die Abschiebung eines schwer traumatisierten Flüchtlings.

Zwei Ansprechpartner*innen der Selbsthilfegruppe standen immer wieder als telefonische Anlaufstellen für Erstkontaktsuchende und für Menschen in Krisen zur Verfügung und bearbeiteten zudem Anfragen, die uns per Mail erreichten. Meistens zweimal im Monat hatten sich die aktiveren Gruppenteilnehmer*innen zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammengefunden, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.

Der Trialog (Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen) wurde fünfmal organisiert und durchgeführt. Die Themen im Jahr 2025 waren:
• Wirkung des Trialogs
• Was muss Assistenz leisten, um Teilhabe zu ermöglichen?
• Probleme beim AMEOS Klinikum Osnabrück und Möglichkeiten zur Verbesserung der dortigen Situation
• Sozialleistungen und Antragsverfahren für Psychiatrie-Betroffene
• Autismus

Zur Vertretung der Interessen der Patient*innen hatte unsere Selbsthilfegruppe persönliche Gespräche und schriftlichen Austausch mit Vertretern des AMEOS Klinikums. Unsere Selbsthilfegruppe ist zudem im Traumanetzwerk Osnabrück und im Bündnis gegen Depression in Stadt und Landkreis Osnabrück vertreten und hat an der Kommunikation innerhalb dieser Netzwerke teilgenommen. Außerdem hatten wir an verschiedenen Sitzungen der PAR Osnabrück teilgenommen. Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit hatten wir einen Infostand in der Fußgängerzone gemacht, einige Pressemitteilungen verschickt und unseren Internetauftritt aktualisiert. Wir hatten außerdem Bücher zu Selbsthilfe und Psychiatrie aus dem Gruppenbestand an interessierte Gruppenteilnehmer*innen ausgeliehen.

Mehrere Gruppenteilnehmer*innen nahmen auch an überregionalen Veranstaltungen teil. Dabei ging es um Verbesserungen der Situation der Betroffenen im Maßregelvollzug, um 50 Jahre Psychiatrie-Enquete, um die Stärkung der Rechte der von Psychiatrie Betroffenen, um juristische Fragestellungen zu Zwangsmaßnahmen, um Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung und um Gegenmaßnahmen bei Problemlagen wie Armut, Obdachlosigkeit, Arbeits- und Beschäftigungslosigkeit. Nachfolgend wurde jeweils bei unseren Gruppentreffen über diese Veranstaltungen berichtet und die neuen Erkenntnisse wurden diskutiert.

Zudem hatten wir Freizeitaktivitäten unternommen, wie z. B. Restaurantbesuche und Wanderungen.