Am 1.Mai 2018 ist "Tag der Arbeit". An diesem Tag fällt das Gruppentreffen aus.

EX-IN-Genesungsbegleiter im Einsatz - Vorteile und Akzeptanzprobleme

Impulsreferenten: Markus Böing (EX-IN Trainer bei Lebensart Münster, Sozialarbeiter in der LWL Klinik Lengerich), Florian Schumacher (Heilpädagogische-Hilfe Bersenbrück, Genesungsbegleiter), Kerstin Neite (Gensesungsbegleiterin in der LWL Klinik Lengerich)

Moderation: Silke Tiltmann-große Sextro (Koordination Kontakt- und Begegnungscafé, Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück)
Sönke Kerstingjohänner (Fachdienstleitung Gemeindepsychiatrie, Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück)

Kulturzentrum "Lagerhalle", Rolandsmauer 26, Osnabrück, in Raum 204.                                                                       Über eine rege Teilnahme freuen wir uns sehr. Der Eintritt ist frei.

 

Das Gruppentreffen findet jeden Dienstag von 18:00 bis 20:00 Uhr im Kulturzentrum Lagerhalle im Raum 201 statt. Weitere Termine finden Sie unter Veranstaltungen.

Wir besprechen Persönliches, tauschen Erfahrungen aus und unterstützen uns gegenseitig in schwierigen Lebenssituationen und bei Alltagsproblemen, die Psychiatrie-Erfahrenen begegnen.

Außerdem beschäftigen wir uns mit allgemeinen Psychiatrie- und Selbsthilfethemen.

Wir freuen uns über jeden Interessierten, der bei uns vorbeischaut.
Den aktuellen Gruppenflyer als PDF-Datei erhältst Du hier.

Der Trialog ist der gleichberechtigte Austausch über Psychiatriethemen zwischen Angehörigen, professionell im psychiatrischen Bereich Tätigen und Psychiatrie-Erfahrenen. Dieser Trialog hatte das Thema „Wie stellen wir uns die ideale Psychiatrie vor?“ und wurde von Nils Naumann (Fachkrankenpfleger für Psychiatrie) moderiert. Es gab von Seiten der Trialogteilnehmer vielfältige Ideen, wie die ideale Psychiatrie aussehen könnte.
 
Für den stationären Bereich wurden u.a. folgende Vorschläge gemacht: Schwimmbad, Massage, Gespräche auf gleicher Augenhöhe, Ursachenorientierung, Psychopharmaka nur im Notfall, Freizeitangebote, Einzelzimmer mit Bad, „weiche Zimmer“ bei Gefährdung, Verzicht auf Zwangsmaßnahmen, Einbeziehung von Psychiatrie-Erfahrenen und Genesungsbegleitern, besseres Entlassungsmanagement, um Drehtürpatienten zu vermeiden, Dolmetscher für Patienten, die kein Deutsch sprechen, verschiedene Stationen für verschiedene Krankheitsbilder, Einbeziehung von Angehörigen, fließende Übergänge von Kinder- und Jugendpsychiatrie  und Erwachsenenpsychiatrie und alternativmedizinische Angebote.
 
Insgesamt wurden eine bessere Vernetzung der psychiatrischen Versorgungslandschaft und fließende Übergänge zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich gewünscht. Im ambulanten Bereich gab es folgende Wünsche: ein rund um die Uhr erreichbarer Krisendienst, Psychotherapie ohne größere Wartezeiten, kurzfristige Arzttermine, Patienten bekommen vom Arzt so viel Zeit, wie sie benötigen, Freizeitgruppen und Ausflüge, Hilfen bei der Alltagsbewältigung und leichter Zugang zu allen Angeboten. Über diese und zahlreiche weitere Vorschläge wurde angeregt und teilweise kontrovers diskutiert.
 
Der nächste Osnabrücker Trialog findet am 06.02.2018 in der Lagerhalle statt. Organisiert werden die Trialoge regelmäßig von der Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Osnabrück. Nähere Informationen zu zukünftigen Trialogen werden unter www.psychiatrie-erfahrene-os.de veröffentlicht.
 

Im Jahr 2017 hat die Selbsthilfegruppe regelmäßig jeden Dienstag im Kulturzentrum Lagerhalle Osnabrück ihre Gruppentreffen durchgeführt. Dabei wurde über vielfältige Themen und Probleme von GruppenteilnehmerInnen gesprochen, z. B. über schwierige Wohnsituationen, Kontakt und Zusammenarbeit mit Angehörigen, Tagesstruktur, Arbeitssituationen, Erfahrungen mit Psychiatern und Psychopharmaka, Austausch über Aufenthalte in unterschiedlichen Kliniken. Zweimal im Monat haben sich die aktiveren Teilnehmer zusätzlich zum Arbeitskreis Psychiatriepolitik zusammengefunden, um weitere Aktivitäten zu besprechen und zu planen.
Drei Ansprechpartner der Selbsthilfegruppe standen immer wieder als telefonische Anlaufstellen für Erstkontaktsuchende und für Menschen in Krisen zur Verfügung und haben Anfragen, die uns per Mail erreichten, bearbeitet.
Der Trialog (Austausch auf gleicher Augenhöhe zwischen Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und professionell in der Psychiatrie Tätigen über verschiedene Psychiatriethemen) wurde fünfmal organisiert und durchgeführt. Die Themen im Jahr 2017 waren:
· Psychiatrische Diagnosen im Wandel
· Psychopharmakakritische Thesen auf dem Prüfstand
· Erfahrungen von Psychiatrie-Patienten untereinander während der stationären Behandlung und deren Bedeutung
· Der Landespsychiatrieplan Niedersachsen
· Wie stellen wir uns die ideale Psychiatrie vor?
Außerdem haben wir eine Veranstaltung zu den Themen „Selbst- und Fremdgefährdung - was bedeutet das und welche Folgen kann das haben?“ und „Maßregelvollzug – Bestandsaufnahme und Perspektiven“ ausgerichtet, die auf reges Interesse stieß.
Regelmäßig nehmen Vertreterinnen und Vertreter unserer Gruppe an den Sitzungen des Sozialpsychiatrischen Verbundes (PAR Osnabrück) teil und vertreten dabei die Belange der Betroffenen. Mit der gleichen Zielsetzung haben sich TeilnehmerInnen unserer Selbsthilfegruppe mehrmals jährlich mit Vertretern des AMEOS Klinikums getroffen. Zudem ist unsere Selbsthilfegruppe durch eine Gruppenteilnehmerin im Trauma Netzwerk Osnabrück vertreten und sie hat an den regelmäßigen Treffen des Netzwerkes teilgenommen.
Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir einige Pressemitteilungen verschickt, unseren Internetauftritt aktualisiert und Gruppenflyer verteilt.
Im Unterricht der BBS Marienheim Sutthausen haben zwei Gruppenteilnehmer die Sicht der Psychiatrie-Erfahrenen dargestellt und Erfahrungsberichte gegeben.
Einige Gruppenteilnehmerinnen und –teilnehmer nahmen an überregionalen Tagungen zu verschiedenen Psychiatriethemen, z. B. zu Psychiatrie des 21. Jahrhunderts – Wahn und Wirklichkeit, zum Maßregelvollzug, zur gesetzlichen Betreuung und zur Stärkung der Selbsthilfe im psychiatrischen Bereich, teil. Nachfolgend wurde jeweils bei unseren Gruppentreffen darüber berichtet und diskutiert.
Wir haben zudem Freizeitaktivitäten unternommen, wie z. B. Besuch von Maiwoche, Weihnachtsmarkt und Kabarettveranstaltungen, und sind auch mal Essen gegangen.

   
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